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Elektronische Zeitmessung per Lichtschranke | |
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Tja - was soll ich dazu sagen? Eigentlich nur zwei kurze Worte: Zur Vorgeschichte: zunächst ging es uns hauptsächlich um eine Software zur Streckenplanung. Dabei sind wir beim Slotman(1) hängengeblieben. Diese Software, die nebenbei auch noch eine gigantische Zeitmessung für Training, Qualifying und Rennen beinhaltet, konnte über Gameport oder parallele Schnittstelle die Impulse einer Lichtschranke verarbeiten. Die zugehörige Schaltung und weitere Infos gab's bei Badenslot(2). (Mittlerweile wurde SlotMan weiterentwickelt und unterstützt leider keine externen Lichtschranken mehr. Die Version, die noch funktioniert, ist die v6.08 Noch ein paar Worte vorab: man kann es einfach oder kompliziert haben je nach Geschmack. In der einfachen Variante lötet man alle Bauteile nach dem Schaltplan auf die Platine. Wenn die Lichtschranke dann fertig ist, merkt man schnell, dass nicht immer alles nach Plan läuft: die LDRs schalten nicht immer, wenn ein Auto durchfährt. Besonders schwierig wird es, wenn die Autos kurz und schnell sind. Die LEDs sind nicht alle gleich hell. Wenn Spur eins ausgelöst wird, schaltet auch Spur vier(?), nur um einige Beispiele zu nennen. Deshalb sind wir nochmals in uns gegangen und haben eine neue, verbesserte Lichtschranke gebaut. | |
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Teil 1 die TheorieAm Anfang steht das Blockschaltbild. Die Symbole weichen teilweise von den in der Elektronik gebräuchlichen zu Gunsten der Verständlichkeit ab. | |
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Im Bild ist oben Plus, unten Masse. Der Festspannungsregler liefert 5 Volt, Diode und Elko dienen als Verpolungsschutz und zum Glätten, falls das Netzteil keinen sauberen Gleichstrom liefert. Denn pulsierender Gleichstrom ist nicht gut. | |
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Als nächstes kommen die LEDs mit vorgeschaltetem Widerstand. Der Widerstandswert hängt von den verwendeten LEDs ab. Wir haben AlInGaP-LEDs vom Conrad verwendet die hellsten, die es momentan gibt. Sie arbeiten mit 2V 50mA, daraus ergibt sich ein Widerstandswert von 20 Ohm. Neben den LEDs befinden sich die vier Mal identisch aufgebauten LDR-Schaltungen: der LDR und der Spindeltrimmer werden bei eingeschalteter LED aufeinander abgeglichen. Wird nun der Lichtstrahl unterbrochen, wird durch die Vergleichsschaltung (symbolisiertes Dreieck) für diese Zeit ein Impuls ausgegeben, der aus den unterschiedlichen Spannungen der LDR- und Spindeltrimmerstrecke resultiert. Dieser Impuls geht dann auf die parallele Schnittstelle auf den angegebenen Pin. Die erwähnte Vergleichsschaltung ist real so nicht vorhanden vielmehr steckt sie in einem IC, der gleich alle vier Spuren auf einmal erledigt. Das Blockschaltbild des IC LM324 sieht wie folgt aus: | |
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Zu den 12 Anschlüssen gesellen sich noch ein Plus- und ein Masse-Anschluss für den IC selbst. Der IC sollte tunlichst auf einen Sockel montiert sein, dann kann man in aller Ruhe den Sockel reinlöten und zum Schluss den IC stecken. Beispielhaft ist unten ein ganz einfaches Layout auf einer Streifenplatine dargestellt. An den Stellen, wo auf einem Streifen mehrere unterschiedliche Signale verarbeitet werden, müssen die Streifen getrennt werden (z.B. unter dem IC-Sockel). Die Anbindung erfolgt über einen 8-fach Platinenstecker. | |
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Teil 2 die PraxisDie PlatineAbweichend vom ersten Blockschaltbild haben wir folgende Verbesserungen eingeführt:
Es ist jedem freigestellt, wie er seine Platine plant, bestückt und verkabelt,
wir haben uns in der zweiten Version für eine zweigeteilte Lösung entschieden: | |
![]() von links: Output über LAN-Kabel, Ein-/Ausschalter, Stromversorgung. Darüber der Festspannungsregler auf einem Kühlkörper. ![]() Oben: Die Anschlüsse v.l.n.r. ein Pin für LED Masse, ein Viererstecker für die LEDs, vier Mal LDR und ein Pin für die gemeinsame Masse. Unten: die Unterseite mit Diode und Elko.
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Über einen Slot wird senkrecht von oben die zweite Platine eingesteckt. Auf dieser findet die Signalverarbeitung statt: die Potis zur LED-Justage, der IC und die Spindeltrimmer. | |
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oben: die vier Spindeltrimmer mit ihren "Mess-Pins" ganz oben, weiter unten die drei
Potis zum Justieren der LEDs. Wir hatten nur noch drei Potis übrig, deshalb wurde die hellste LED auf konventionelle
Art eingebaut. Eigentlich hätte die Platine sinnvollerweise auch eine Streifenplatine sein sollen. | |
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Die LDRs in der SchieneMangels näherer Kenntnis haben wir uns beim Conrad die LDRs A9060 zugelegt. Sie sind klein und vor allem flach, so dass sie gut unter die Schiene passen. Man bekommt sie genau zwischen Kontaktschiene und Slot; dort ist die "Dunkelheit" beim Drüberfahren am größten. Ein 4mm-Bohrer passt genau zwischen Slot und Kontaktschiene. Danach wird die Bohrung noch passend gefeilt. Ganz wichtig: wenn ein Auto drüberfährt, gibt es ziemliche Induktionen auf die Kabel, was dazu führt, dass ab und zu eine Spur zufällig auslöst. Bei Autos, die viel funken, kann das auch bei einer beliebigen Stelle der Strecke passieren. Deshalb auf jeden Fall geschirmte Kabel verwenden! Am Besten verwendet man den Schirm als Masse. Um so wenig Kabel wie möglich zu verlegen, wurde die Masse wie bei den LEDs auch für alle vier Spuren zusammengefasst. | |
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Das GebäudeFür das Gehäuse kann natürlich jeder nehmen, was er will wir haben uns für ein schmuckes Teil in gebürstetem Aluminium entschieden. Auf einer Seite der Bahn steht ein Turm, der die Elektronik beinhaltet, über eine Brücke mit den LEDs geht es zur anderen Seite, wo im 45-Grad-Winkel Aluprofile bis zum Boden reichen. | |
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Ein weiterer wichtiger Punkt war uns die Anbindung an Strom und PC: die Kabel sollten am Gehäuse steckbar sein und die Stecker selbst nicht größer als ein 10er Holzbohrer. Das vereinfacht die Platzierung enorm: ein 10er Loch in die Platte, die Stecker von unten durchgefädelt und fertig. Weiterhin ist der Abstand Bahn PC auch nicht immer gering. Deshalb fiel die Wahl auf eine Lösung per LAN-Kabel. PC-seitig ein Adapter LAN SUB-D und einfach eine LAN-Buchse von einer alten Netzwerkkarte im Lichtschranken-Gehäuse verbaut. Das Kabel ist ein Standardteil und funktioniert locker bis 20m Länge. | |
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Das Gehäuse besitzt Innennuten, in die sowohl die Träger- als auch die zweite Platine genau hineingeschoben werden kann. Damit hat sich das Problem der Platinenbefestigung gar nicht gestellt. | |
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Die Reihenfolge2-Komponentenkleber eignet sich für alle hier beschriebenen Arbeiten hervorragend. Am besten einer, der in ca. 2-3 Minuten anzieht das erhöht das Arbeitstempo und erleichtert die Fixierung. Als Unterlage eine transparente Plastikhülle legen, von dort geht der Kleber immer gut ab. Für die meisten nachfolgenden Punkte gibt es auf der Folgeseite Bilder zu sehen. Beim Aufbau der Lichtschranke sollte auf die Reihenfolge geachtet werden:
Noch ein Wort zum Strom: es heisst, dass man die Schaltung in der 3V-Stellung eines Steckernetzteiles betreiben kann. Das heißt jedoch nicht, dass man aus 3V Eingangs- 5V Ausgangs-Spannung machen kann. Vielmehr liefern Steckernetzteile im Leerlauf bzw. bei schwacher Last deutlich mehr Spannung. Dann liegt ein 3V-Teil mal schnell bei 6Volt. Am Allerbesten einfach verschiedene Eingangsspannungen zu probieren (Steckernetzteile gibt es ja umschaltbar) und dann die Spannung auf der Platine messen sie soll gerade so 5V erreichen. Mehr ist unsinnig, das wird am Festspannungsregler in Wärme verbraten. | |
Ebenfalls eine saubere Lösung gibt's auf Dirk's Homepage zu sehen: | |
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Quellen: | |