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Historie

1926 gründete der gebürtige Engländer John M. Tyler mit James P. Thomas und Pauline B. Tyler eine Spielwarenfirma mit dem Namen "Mantua toy and metal products company". Die anfängliche Produktpalette umfasste kleine mechanische Spielzeuge, Wasserpumpen und Elektromotoren. Unter den ersten Spielzeugen waren Boote mit einem eigens dafür entwickelten kleinen Elektromotor. Dieser Motor zog das Interesse von Spielzeugeisenbahnherstellern früh auf sich. 1935 stellte Mantua ihre erste Spielzeugeisenbahn im Maßstab "O" vor und 1936 war die Entwicklung so weit, dass der Motor aufgrund der kleinen Baugröße in H0-Eisenbahnen eingebaut werden konnte.

Nachdem Mantua den 2. Weltkrieg durch die Produktion von militärischen Produkten überdauert hatte, widmete man sich wieder der Spielzeugproduktion. John Tyler übernahm 1947 die Anteile von J. Thomas und J. Tylers Sohn Norman stieg in die Firma ein. In den folgenden Jahren wurden die Produkte rund um die Eisenbahn stetig weiter entwickelt.

1957 gründete John Tyler, inzwischen mit seinem Sohn als Partner, eine Tocherfirma unter MANTUA mit dem Namen TYCO, das für TYler Manufactoring COrporation steht. Nach dem Erfolg von Aurora Anfang der 60er Jahre sah man eine Chance, sich auch in diesem Segment zu betätigen. Zum Einen hatte man kleine Elektromotoren, zum Anderen gab es zu dieser Zeit noch wenig Wettbewerb und die Autos konnten die eigenen Spielzeugeisenbahn ergänzen.

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Die ersten Produkte wurden im Katalog von 1963/64 gezeigt. Die nach dem ersten Buchstaben der Bestellnummern benannte "TYCO S" Reihe umfasste neben 6 Fahrzeugen (mit lenkender(!) Vorderachse) bereits Schienen mit angebautem Rast-System (TYCO-lok) und Controller, die mit dem Zeigefinger bedient wurden.

Katalog 1963/64

1967 verschmolzen die Firmen Mantua und TYCO zu TYCO INDUSTRIES. 1970 übernahm die Consolidated Food Corp. TYCO IND. von den Tylers und verlagerte die Produktion sechs Jahre später in den fernen Osten. John Tyler starb 1972.

Als TYCO 1970 den TYCO-Pro präsentierte, war man in Bezug auf Geschwindigkeit dem Marktführer Aurora mit seinem T-Jet erstmals weit überlegen. Die Technik mit inline angeordnetem Motor und Antrieb über Kegel-Tellerrad sollte sich als wegweisend zeigen. Im Wettrüsten um die schnellsten Fahrzeuge wurde 1976 das Curvehugger Chassis präsentiert, als Antwort auf Auroras Magna Traction (1975). Dieses Chassis wurde stetig weiter entwickelt bis 1981.

Inzwischen (1977) verkaufte Consolidated die Werkzeuge und Anlagen zur Produktion der Modelleisenbahn wieder an Norman Tyler. Unter dem wieder eingeführten Label Mantua vertreibt Norman mit seinem Sohn Eric seither wieder die Eisenbahnen in den USA. Mitte der Siebziger wollte der damalige Initiator Rich Palmer "seine" Grand National Serie wiederbeleben. Aurora zeigte weniger Interesse, dafür umso mehr Tyco. 1978 startete man mit einem Curvehugger Racing Contest. Die Regeln wurden im Wesentlichen von Auroras Serie übernommen; die Serie lief erfolgreich mehrere Jahre lang.

TYCO wurde 1981 an die Mallory Savoy Group in New York verkauft. Im selben Jahr legte man mit dem TYCO 440 Chassis (entwickelt von Derek Brand!!!) den Grundstein der bis heute andauernden Chassis-Familie. In diesen Zeitraum fällt in etwa der Abstieg von Aurora und der gleichzeitige Wechsel der bis heute anhaltenden Marktführerschaft zu Tyco.

In den 80ern wurden weitere Produkte am Markt präsentiert: Neben Funkferngesteuerten Modellen gab es auch die TYCO Blocks (ähnlich Lego) und sogar Telefone. 1981 wurde die Reihe "US1 Trucking" vorgestellt.

1991 kaufte der Vorstandsvorsitzende von TYCO, Richard Grey, die Anteile von Mallory. Richard Greys Vater war in den 60ern bei TYCO für Marketing und Verkauf verantwortlich. 1992 übernahm man Matchbox, um deren Vertrieb in neuen Märkten zu nutzen. Schließlich fusionierte man 1997 mit Mattel.

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Fahrbahnen

TYCO-lok
Schon bei der Präsentation des Speedways Programmes im Jahr 1963 setzte TYCO Maßstäbe beim Handling der Schienen. Die TYCO-lok genannten Schienen konnten durch einfaches, seitliches Zusammenschieben elektrisch verbunden und mechanisch verriegelt werden. Es sollte noch 10 weitere Jahre dauern, bis diese Idee von Aurora mit dem AF/X Programm kopiert wurde. Die Verbinder wurden dabei konstruktiv so ausgelegt, dass ein Winkel von bis zu 5° jeweils nach oben und unten eingestellt werden kann, ohne die mechanische oder elektrische Verbindung zu stören.

Tyco-lok

Die Schienenabmessungen sind mit den heute üblichen identisch: Schienenraster von 3", Spurweite 38mm. Im Gegensatz zu der fortschrittlichen Technik in der Verbindung gestaltet sich die Auswahl an Varianten recht übersichtlich. Gerade Schienen gibt es in 6" und 9", dazu eine 9" Anschlussgerade. Die Sonderschienen umfassen einen Rundenzähler, einen 4,5" langer Adapter auf Model Motoring, eine 90°-Kreuzung, Fahrbahnwechsel, Wiggle-Track und eine Sprungschanze. Im Kurvenbereich beschränkte man sich auf 6" und 9" Radius, wobei es den 9" Radius in 90° und 45° gibt, und 9" Steilkurven.

Auszug aus dem Programm

TYCO Quick-Clic
Anfang der 80er Jahre hat man dann mit den 440er Fahrzeugen auch eine neue Generation Schienen vorgestellt: TYCO Quick-Clic. Die Abmessungen wurden direkt übernommen, ebenso wie die überschaubare Anzahl an Varianten. Die Konstruktion wurde dennoch komplett überarbeitet. Die Verbindung untereinander erfolgt hier in Längsrichtung, nicht wie beim Vorgänger quer zur Fahrtrichtung. Die Stromleiter liegen im zusammengebauten Zustand nicht mit Druck quer zur Fahrtrichtung aneinander, sondern ebenso parallel. Bei langen Strecken hat die alte elektrische Verbindung dennoch Vorteile bedingt durch einen geringeren Übergangswiderstand. Modernere Produktionsmethoden in Verbindung mit geringerem Kunststoffverbrauch hatten eben ihren Tribut gefordert.

Tyco Quick-Clik
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