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Historie Fahrbahn Fahrzeuge Elektrik |
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HistorieIm Jahr 1964, exakt ein Jahr nach Faller, präsentierte die Firma Reinhard & Co aus dem bayrischen Gunzenhausen auf der Spielwarenmesse in Nürnberg ein Autobahnsystem im Maßstab H0. Dieses System sollte dem konventionellen "Slotsystem" mit Schleifern und Führungsstift in verschiedenen Bereichen überlegen sein. So sollte es kein Herausfallen aus der Kurve bei zu hohen Geschwindigkeiten geben, es sollten mehrere Fahrzeuge auf einer Spur gefahren werden können, es sollte die Möglichkeit geben, sicher rückwärts fahren zu können und für eine bessere Detailtreue wollte man auf die offen liegenden Schienenkontakte verzichten. Dazu wurde ein System entwickelt, welches den Strom über 3 in der Fahrbahn versteckt liegende Stromleiter an einen ebenfalls in der Fahrbahn und darauf gleitendem Schlitten abgibt. Dieser wiederum gab über seine 2 hintereinander angeordneten Stifte den Stromfluss aus der Fahrbahn heraus in das Fahrzeug weiter. Dieses teure, weil technisch sehr aufwändige System fand jedoch keinen grossen Anklang am Markt. Auch die parallel gefertigten Universalfahrzeuge, (ausgelegt für Fahrbahnen der Mitbewerber) sowie die sog. Schiebeautos konnten nichts daran ändern, dass die Firma Reinhard & Co die Produktion der "Rasant-Modellautostrasse" mit all ihren Produkten im Nov. 1967 einstellte und die Firma aufgelöst wurde. | |
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TechnikFahrbahnDie Rasant Fahrbahnen sind mit 64mm Breite die schmalsten im Maßstab H0 (Faller 80mm, TYCO 76mm), bei einem Spurabstand von 32mm (Faller 34mm, Tyco 38mm). | |
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Dies wurde ermöglicht, da die Fahrzeuge dank der Führung durch die 2 hintereinander angeordneten Stifte des Schlittens in den Kurven nicht driften konnten und somit exakt in der Spur gehalten wurden. Dieses System stellte sicher, dass es niemals zu Berührungen mit Fahrzeugen auf der Gegenspur kommen konnte. Jede Schiene besteht aus einem Unterteil, in welches je Spur 3 Stromleiter eingesetzt sind, und drei Fahrbahnoberteilen. Die Verbindungen der Schienen untereinander erfolgt mit Hilfe von Kunststoffelementen, welche an beiden Schienen durch kleine Verriegelungsstifte fixiert werden. Dadurch sind die Schienen fest untereinander verbunden. Die elektrische Verbindung erfolgt durch einfaches Aneinanderpressen der an den Stirnseiten flach anliegenden Kontaktzungen. | |
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Die Anschlussschiene hat je Fahrbahnseite eine Einfädelmöglichkeit für den Schlitten. Die Dreileiter-Technik in Verbindung mit dem Schlitten (welcher den Strom in der Mitte und außen abnimmt) ermöglicht die unabhängige Steuerung von zwei Fahrzeugen je Spur sowohl vor- wie auch rückwärts. | |
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FahrzeugeDie Chassis bestehen im Wesentlichen aus einem einfach aufgebauten, flachen Kunststoffteil. Darauf sind Stromführungen aufgenietet, um den Strom von den längs zwischen den Achsen angeordneten Stiften zum Motor zu führen. Dieser ist zwischen den Anschlussplättchen auf das Chassis lediglich aufgelegt. Um eine sichere Position zu gewährleisten, wird der Motor durch die an dem Scheibeneinsatz angespritzten Stege bei montierter Karosserie niedergehalten. | |
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Der Motor treibt die Hinterachse über eine Schnecke direkt an. Die Achsen sind in Vertiefungen im Chassis eingelegt und werden durch aufgeschraubte Bleigewichte gehalten. Die Räder bestehen aus gedrehten und anschließend vernickelten Metallfelgen, auf welche die Gummireifen aufgezogen sind. Bei späteren Versionen wurde die Positionierung des Motors durch einen über den Motor geführten Kunststoffbügel verbessert. Die Stromversorgung wurde dann über Laschen am Bügel realisiert. Diese Kunststoffbügel beinhalten auch noch einen Kondensator und 2 Spulen zur Entstörung. Die Bügel selbst werden mit eingenieteten Stiften in die hohlen Niete im Chassis gesteckt (Prinzip eines Bananensteckers). | |
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Die Karosserien bestehen ausnahmslos aus Zinkdruckguss. Für die Befestigung der Karossen auf dem Chassis wurde eine clevere Lösung gewählt: die Chassis haben hinten einen überstehenden flachen Zapfen, welcher in eine Aussparung in der Karosse greift. Vorne wird das Chassis von einem in die Karosserie eingesteckten Schieber gehalten. Dies ermöglicht ein Auf- und Absetzen der Karosserie ohne Werkzeug. | |
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Die sog. Universalfahrzeuge - also mit Schleifern und Führungsstift - benutzen das selbe Chassis. Dabei wurden die alten Nieten durch nietbare Metalleinsätze mit länglich ovalem Bund ersetzt. Auf diese kann mit einem 90°-Schwenk der Schleifer aufgesetzt werden. Dieses komplex gebogene Teil stützt sich auf Federn ab und ist vorn in eine Aussparung im Chassis eingehängt. Der bei diesen Fahrzeugen notwendige Führungsstift ist in das vordere (bei der alten Version zur Stromdurchführung benutzte) Loch im Chassis auf Passung eingesteckt. | |
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Zuerst hatte man die Idee, Karosserien von Grossserienherstellen wie Matchbox zu motorisieren. Da man sich aber nicht über eine Zulieferung einigen konnte, mussten Karosserien selbst entwickelt und hergestellt werden. Es wurden insgesamt vier Karosserieformen angeboten: Ford 17M (Badewanne), Mercedes Benz 250SE (Heckflosse), Opel Diplomat und ein BMW 2000. Diese Fahrzeuge gab es nicht nur in unterschiedlichen Farbvarianten, sondern auch als Sonderfahrzeuge von Polizei, Ambulanz oder Feuerwehr. | |
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ElektrikDie Fahrzeuge von Rasant werden mit 12V-Gleichstrom betrieben. Allerdings gibt es auch hier Unterschiede zu anderen Herstellern. So wird der Trafo nicht an die Schienen angeschlossen, sondern an den Regler. Dieser hat vier Anschlüsse. Zwei gehen an den Trafo, die anderen zwei werden mit einem Stecker an die Anschlussschiene angeschlossen. Die Pins an dieser Schiene sind so angeordnet, dass der Stecker entweder auf die zwei linken oder die zwei rechten Anschlüsse einer Spur gesteckt werden kann. Die mittleren zwei Pins sind mit der mittleren Stromschiene verbunden. Am Regler gibt es neben der Feststellraste für Dauerbetrieb auch noch einen Umschalter für Vor- und Rückwärtsfahrt. | |
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