Historie Fahrbahnen Fahrzeuge Sets |
Lionel |
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HistorieDie Firma Lionel wurde im September 1900 von Joshua Lionel Cowen in New York gegründet. Lionel beschäftigte sich mit der Entwicklung und Produktion von Spielzeug-Eisenbahnen in einer Zeit, in der die Eisenbahn wesentlich zum weltweiten Fortschritt beitrug. 1912 präsentierte Lionel die wohl erste "Autorennbahn" in einem Katalog. Gekauft hat sie wohl kaum einer - auf jeden Fall kann man bis Anfang der 60er Jahre nichts mehr über Slotcars bei Lionel in Erfahrung bringen. | |||||
Bild: Lionel Slotcar Set im Catalog 1912 und als Replika von 1989 | |||||
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Nach dem Rückgang des Interesses an Eisenbahnen zu Beginn der 60er Jahre suchte man nach einem weiteren Betätigungsfeld und erinnerte sich an die Autorennbahnen. Aufgrund der Erfahrungen im Eisenbahnbereich wurde 1961 ein neues System entwickelt. Als Grundlage dienten die Fahrzeuge, welche bei den Eisenbahnsystemen als "Transportgut" auf Waggons mitfuhren. Diese wurden mit der Antriebstechnik von Lokomotiven kombiniert, um auf Eisenbahnschienen zu laufen. | |||||
Bilder: Lionel #6100 Auto Raceway von 1961 | |||||
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Dieses System wurde als "Auto Raceway Game" vermarktet, auf der Rückseite des 61er Kataloges sogar als das "most exciting auto racing game of all..." präsentiert, fand aber wegen dem durchschlagenden Erfolg von Aurora mit "echten" Fahrzeugen und Strassen keinen Anklang. | |||||
Bild: Katalogabbildung von 1961 | |||||
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1962 fand Lionel ein Übereinkommen mit der englischen Firma Scalextric, und vermarktete deren Produkte in den USA. Im Katalog von diesem Jahr wurden immerhin schon 6 Sets und 11 unterschiedliche Fahrzeuge auf 10 Seiten angeboten. Schon ein Jahr später waren im Katalog nicht nur eigene Fahrzeuge abgebildet, sondern die Fahrzeuge wurden in Details auch weiter entwickelt. Im Jahr 1963 tauchen auch zum ersten Mal die Fahrzeuge und Schienen im Maßstab H0 auf. 1964 waren die Rennbahnen so erfolgreich, dass diese sogar einen eigenen Katalog bekamen, und nicht mehr im Eisenbahnkatalog hinten angereiht wurden. Die Rennbahnen wurden sowohl in H0 als auch im Maßstab 1/32 weiter ausgebaut. Im selben Jahr wurde das "Car-Lane-Control" System vorgestellt, welches es ermöglichte mit mehreren Fahrzeugen auf einer Spur zu fahren. Im Gegensatz zur 1/32er Linie, bei der dieses System lediglich ein Jahr lieferbar war, blieb es bei H0 bis 1966 im Programm. Im Jahr 1965 wurde die Palette der Sets und Fahrzeuge in 1/32 gegenüber denen in H0 deutlich reduziert. Erstmals wurde dabei auch auf die Symbiose zwischen H0-Autobahnen und H0-Eisenbahnen verwiesen. Als Neuerung im Bereich Rennbahnen wurde erstmals für die 1/32er ein Looping präsentiert. Im Jahr 1966 kam dann das Aus für die Slotcars, obwohl speziell bei den angebotenen Sets die Wettbewerber nichts vergleichbares entgegen zu setzen hatten. Mitte der Siebziger tauchte Lionel wieder mit den sogenannten "Power Passer" Sets auf, die es in x zeitgemässen Varianten - unter anderem ein Star Wars Set - gab. Die Umstände und Dauer dieser Marktpräsenz liegt außerhalb unserer Kenntnis. | |||||
FahrbahnenAuch hier beträgt die Schienenbreite das im H0-Segment übliche Maß von 3", also cirka 76 mm. Im Gegensatz zu anderen Herstellern aus den 60er Jahren beträgt die Spurweite allerdings 38 mm, wie heute noch bei Tyco/Mattel üblich. | |||||
Bild: Schiene im Vergleich zur Faller-Schiene | |||||
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Die Verbindung der Schienen untereinander erfolgt dem von Atlas entwickelten (und auch von Faller kopierten) System. Die Schienen haben stirnseitig kreisrunde Aussparungen, in denen die Kontaktschienen enden. In diese werden Verbindungselemente eingesteckt, die sowohl die Position der Schienen zueinander fixieren als auch die Weiterleitung des Stromes übernehmen. Die axiale Sicherung der Elemente erfolgt durch zusätzlich von unten aufzusteckende Klammern. | |||||
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Die Auswahl der Schienen ermöglichte durch das Angebot von 3 unterschiedlichen Kurvenradien (6", 9" und 12") den Aufbau von bis zu 6-spurigen Rennbahnen. Die Geraden gab es in 5" und 9" Länge. | |||||
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Bedingt durch den relativ hoch bauenden Motor entsprechen die Fahrzeuge schon eher dem Maßstab 1:70. Zu Beginn waren die Karosserien einfach gehalten und aus einem Stück gefertigt, mit bemalten Stoßstangen und Zierteilen. Später wurden auch bei Lionel die Stoßstangen separat gefertigt, verchromt und eingeklebt. Als Karosserien waren neben den üblichen europäischen Sportwagen Mercedes Benz 300 SL und Jaguar E Type auch eine Corvette Stingray vertreten. Dazu gesellen sich die zeitgenössischen amerikanischen Limousinen. | |||||
Bild: Katalog von 1967 | |||||
SetsDie ersten Sets bestanden noch aus einfachen ovalen Kursen und waren in pappfarbenen Schachteln mit dem Aufdruck "Lionel Trains" verpackt. Schon früh hatte man dafür Zubehör entwickelt, welches es zum Beispiel ermöglichte, mit zwei Fahrzeugen auf einer Spur zu fahren, oder den "Pacesetter", der nach Ablauf einer vorher eingestellten Zeit den Strom abstellte. Ausserdem verfügt er über eine Startautomatik, bei der über einen Schalter beiden Fahrzeugen zur gleichen Zeit der Strom zugeschaltet wurde, wodurch Frühstarts verhindert werden konnten. | |||||
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Zum Höhepunkt der H0 Slocar Ära hatte Lionel ein umfangreiches Programm anzubieten, welches etliche Wettbewerber in ihre Schranken verwies. Dabei waren nicht nur die einfachen Schienen zu erweiterten Layouts zusammengefügt worden, sondern es wurden (teilweise einzigartige) Sonderschienen entwickelt. So gibt es lediglich von Lionel dreispurige Schienen. Die Sets haben dabei allerlei abenteuerliche Namen erhalten. Neben dem "Monte Carlo" Set war im Katalog das "Matterhorn" Set, auf einer weiteren Doppelseite gesellt sich neben dem "Loop the Loop" das "Pretzel Bender" Set! | |||||
Bild: Das Monte Carlo Set | |||||
Bild: Das Matterhorn Set | |||||
Bild: Das Loop the Loop Set | |||||
Bild: Das Pretzel Bender Set | |||||
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Wie zu Beginn schon erwähnt hat Lionel im Jahr 1989 noch einmal eine Replica ihrer allerersten Bahn aufgelegt. Ob sie zu diesem Zeitpunkt noch ihre PowerPasser vertrieben haben, ist nicht bekannt. | |||||
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Auch heute ist Lionel noch auf dem Markt vertreten; allerdings wieder im Eisenbahn-Sektor. | |||||