Historie Fahrzeuge |
Ed Bianchi |
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HistorieEd Bianchi ist eine der schillernden Figuren der Branche. Er gilt als der Erfinder des "Slide-Guide" und "Direct-Drive", die er in handgefertigten Fahrzeugen verkauft und baut ebenfalls handgefertigte Bahnen aus MDF. Er ist einer der wenigen immer noch aktiven Pionieren der H0-Slotcar-Ära. Schon in den 60ern war er beim Slotten und vor allem beim Umbauen und Tunen der Fahrzeuge mit dabei. Damals war er bekannt als rühriger Autor vieler Artikel in diversen Slotcar-Magazinen. Mit dem Niedergang der Slotcars in den frühen 70ern endete auch sein Engagement in diesem Bereich für etwa 15 Jahre. Ende der 80er ließ er sein altes Hobby wieder aufleben, indem er auf kommerziellen Profibahnen 1/32-Rennen fuhr. Etwa 1990 führte ihn eine Geschäftsreise nach Kanada, wo er mit Al McRory zusammentraf. Al betrieb eine kommerzielle Bahn für 1/24, sie sprachen aber meist über die guten, alten H0-Zeiten. Al war es, der die Idee des Slide-Guide hatte; Ed hat ihn konstruiert und gebaut. Der Slide-Guide erblickte offiziell 1994 das Licht der Welt. Eine Zeit lang agierten die beiden als Partner, Al stieg dann irgendwann aus und Ed machte alleine weiter. Mit Gerry Cullan, seinem Freund und alten Rennrivalen aus den 60ern entwickelte er das geniale Prinzip des Direct-Drive, das 1999 zu seinem "Rattler Mark 1" führte. 2001 wurde der Rattler überarbeitet und steht seitdem als Rattler Mark 2 in drei Karosserievarianten zur Verfügung. Gerry Cullan hatte bei der Produktion der Rattlers großen Anteil und seine Tochter war Namensgeberin des Rattlers. Gerry selbst hat ebenfalls ein Fahrzeug mit Direct-Drive namens "Micro-Cuc" gebaut und verkauft, aber mangels Zeit hat er die Produktion eingestellt. Weiterhin ist Ed Bianchi Gründer der "H0 RacePro North America", in der er sich bis heute engagiert. Er baut eigene, sehr robuste Strecken aus MDF, die leicht zerlegbar sind. | ||
![]() Bianchis selbstentwickelte und gebaute Tracks | ||
Für diese Tracks hat er mehrfach Anleitungen veröffentlicht, er spricht hierbei vom sogenannten "routing". Bilder sind höchstens von fertigen Bahnen vorhanden wie nachfolgend gezeigt. | ||
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FahrzeugeBianchis Fahrzeuge sind zunächst einmal keine kompletten Neukonstruktionen. Als Motor setzt er auf einen Standard-Blockmotor von Tomy (Turbo) und baut sich aus Messingblech ein Chassis 'drumherum'. Zwei herausragende Eigenschaften besitzen seine Fahrzeuge: Der Slide Guide ist aus der Idee entstanden, das typische Feeling des 'Slidens' der alten T-Jets, 1/32- und 1/24-Modelle wieder auf die H0-Bahn zu bringen, aber mit aktuellen, schnellen Flitzern. Er besteht aus einer kleinen Kunststoffplatte, an welcher die Stromabnehmer befestigt sind. An Stelle eines Pins besitzt die Platte einen Steg, bleibt immer parallel zum Slot und bekommt dadurch unabhängig vom Drift des Autos Strom. Der Slide Guide wird mit einem Zapfen an der Stelle am Auto befestigt, wo sich normalerweise der Guide Pin befindet. Die Stromabnehmer sind aus Litze gefertigt, der Saft geht über anzulötende Kabel an den Motor. Der Slide Guide wird für Lifelike, Tomy und Tyco angeboten. Eine ganz andere Geschichte ist Direct-Drive. Hier werden die Hinterräder direkt am Motor angebracht - ohne jegliche Übersetzung. Kein Getriebe, kein Lärm und ganz "schmusiges" Verhalten. Durch Direct-Drive besitzt das Auto eine langwährende, langsam steigende Beschleunigung bis hin zu einer fabulösen Höchstgeschwindigkeit. Allerdings ist beim Gaswegnehmen die Bremswirkung aufgrund nicht vorhandener Übersetzung sehr gering, man muss deutlich vor dem üblichen Bremspunkt bremsen und vorallem so viel wie möglich Drehmoment durch die Kurve retten, weil der Motor drehzahlmäßig in den Keller geht. | ||
So geht's beim Profi | ||
Chassis mit Slide Guide und Direct Drive
oben: dies ist ein Prototyp von Gerry Cullan's "Micro-Cuc" | ||
Die Standard-Blockmotoren werden schlicht von hinten an das Messingchassis geklebt, was die Autos selbstverständlich mächtig breit und flach macht. Das dies technisch gesehen nicht ungeschickt ist, ist klar. Dazu noch eine schöne Lexankarosse und fertig ist der Rattler. Die Lexankarossen werden in Handarbeit von Bruce Beaulieu aus New Hampshire gemacht. Bruce ist überregional bekannt im body painting und detailling, hat schon mehrere Preise gewonnen und mit den Rattlern sein Talent eindrucksvoll unter Beweis gestellt. | ||
Rattler Mark 1 mit Chapparal 2D Body (nicht mehr erhältlich) | ||
Diese Autos können ganz legal in USA gekauft werden. Momentan gibt es den "Rattler Mark 2" in drei Ausführungen. Als Ferrari 312, Ford Mustang sowie Ford Mark IV. Bei der Bestellung kann man die Farbe(n) frei wählen, gegen Aufpreis wird die gewünschte Startnummer eingearbeitet. | ||
breiter, tiefer ... Chapparal 2D
oben: die Rattler Mark 1 Palette unten: die aktuelle Palette des Rattler Mark 2 | ||
Ford Mark IV
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Ford Mustang
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Ferrari 312
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Ed ist persönlich zu erreichen unter der Adresse HORacePro@aol.com | ||
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Photos: Quellen: | ||