Historie Fahrzeuge Schienen Sets |
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HistorieLeRoy Cox gründete 1945 im californischen Santa Ana seine Firma, und beschäftigte sich mit der Entwicklung kleiner und preiswerter Benzinmotoren. Diese konnten in Flugzeug- und Automodellen erfolgreich eingesetzt werden, so dass bis Anfang der 60er Jahre eine respektable Firma entstanden war. Als 1964 der Slotcarboom so richtig einsetzte, entschied sich Cox, entgegen dem Rat anderer, auch auf dieses Pferd zu setzen. In den folgenden 4-5 Jahren wurden von COX zahlreiche Neuerungen bei den Slotcars (in 1/32 und 1/24) eingeführt. Dazu zählen unter anderen die „Ackerman“ Lenkung, das Iso Fulcrum Chassis, bei dem das Gewicht des Motors direkt den Schleifer in den Slot drückt, oder ein beweglicher Flügel am Chaparral, der sich beim Beschleunigen oder Abbremsen in unterschiedlichen Richtungen anstellte. Als Mitte 1969 der Slotcar Markt komplett einbrach, war COX finanziell ruiniert, der Bankrott konnte nur durch einen Verkauf an die kanadische Firma "Leisure Dynamics" abgewendet werden. LD übernahm Anfang der 70er die Slotcarüberreste der Firma Eldon, und heuerte Philippe De Lespinay an, um diese überarbeitet wieder auf dem Markt zu platzieren. 1974 kam darauf eine neu entwickelte 1/32er Linie als "COX Super Scale" in den Handel, war allerdings nur mit mäßigem Erfolg gekrönt. Anzumerken ist dabei noch, dass diese Fahrzeuge die ersten waren, welche serienmäßig mit einem zusätzlichen Magneten für bessere Haftung auf den Schienen ausgestattet waren! Im Winter 1975 ging De Lespinay dann die H0 Linie an. Mit überarbeiteten Werkzeugen der Eldon Fabrikation wurden Schienen hergestellt, die Fahrzeuge waren komplette Neuentwicklungen, welche sich an Auroras G-Plus orientierten. Im Frühjahr 1977 waren dann die Fahrzeuge und Sets im Handel erhältlich. 1978 wurde die Produktion aus finanziellen Gründen jedoch schon wieder eingestellt. In dieser Zeit wurden nur einige 1000 Sets verkauft, und das lediglich auf dem kanadischen Markt. LeRoy Cox starb 1976, als die Firma COX unter LD wieder einen beachtlichen Aufschwung verzeichnen konnte. Dieser hielt bis 1982 an, als andere Unternehmungen von LD diese in den Bankrott führten. Der ehemalige Vize Präsident von COX, Bill Selzer, übernahm die COX Trümmer von LD, und konnte diese wieder einigermaßen aufbauen. Kurz nach dem 50. Jubiläum der Firma im Jahr 1995, wurde die Firma wiederum verkauft, und Bill Selzer setzte sich zur Ruhe. COX überlebt bis heute unter der Regie der Firma „Estes Industries“, die seit den 60er Jahren in den Bereichen Modellraketen- und Flugzeuge aktiv ist. | ||
FahrzeugeDie Chassis sind komplette Neuentwicklungen, wobei die Prämisse bei der Entwicklung klar vorgegeben war: Die Fahrleistungen sollten mindestens den G-Plus Chassis von Aurora ebenbürtig sein. Also wurden die technischen Details des G-Plus übernommen. Das Kunststoffchassis übernahm die Lagerung des Ankers und der Magnete, welche durch Aussparungen des Chassis an der Unterseite auch für Magnethaftung sorgten. Als Anker bediente man sich erst eines Noname Herstellers aus HongKong. Als jedoch schnell klar wurde, dass damit die Fahrleistungen des G-Plus nicht im mindesten erreicht werden konnten, bezog man diese später vom Marktführer Mabuchi. Die erste Serie war zwar nicht schlecht, aber dennoch kein wirklicher Gegner für Aurora. Erst als die Magnete an den Unterseiten mit "Flügeln" versehen wurden, um das Magnetfeld zu bündeln, konnte man Aurora wenigstens in der Kurvengeschwindigkeit schlagen. | ||
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Die Hinterachse war aus Kostengründen zum einclipsen gestaltet und mit Moosgummireifen bestückt, die Vorderräder wurden direkt auf Ausleger am Chassis aufgesteckt. Eigene Wege ging man dann auch beim Führungsstift: Dieser war aus Kunststoff, und wurde von der Vorderseite in eine spezielle Halterung eingesteckt. Die Lebensdauer war wohl nicht sehr gross, weswegen jedem Fahrzeug ein Ersatzstift beigelegt wurde. Vier unterschiedliche Fahrzeuge wurden unter der Bezeichnung "DynaGrip" angeboten, wobei es eigentlich nur 3 verschiedene Karosserien gab: Manta und Torrero hatten ein und die selbe (mit unterschiedlichen Lackierungen), Datsun 240Z und Porsche 911. Die ersten Manta Karosserien waren noch in schwarz/gelb lackiert, der Torrero war dabei in gelb/rot gehalten, aber schon bald waren beide weiss mit unterschiedlichen blauen und roten Streifen. Der Porsche war gelb mit grünen Besätzen, der Datsun blau mit rot. |
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Manta und Torrero | ||
![]() Datsun und Porsche | ||
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SchienenDie Schienen wurden nahezu unverändert von Eldon übernommen. Obwohl zur selben Zeit auch sämtliche Werkzeuge der ehemaligen ATLAS Schienen zur Disposition standen, entschied man sich für die schon recht malträtierten Werkzeuge von Eldon. Somit standen auch nur die geringe Anzahl an Varianten zur Verfügung: Geraden in 6" und 9" Länge, wobei die 9" Schiene auch als Schikane oder Rundenzähler zum Einsatz kam, und eine 9" Kurve. Die Schienenbreite liegt mit 75 mm genau wie der Leiterabstand von 15 mm im Bereich der meisten Hersteller. | ||
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Die Verbindung der Schienen erfolgt auf mechanischer Seite mit quer zur Fahrbahn angeordneten Haken, die jedoch recht empfindlich sind, und nur wenige Montage/Demontagevorgänge ertragen, ohne abzubrechen. Elektrisch erfolgt die Verbindung mit nach innen umgekanteten Stromleitern, die aneinander gedrückt werden. | ||
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SetsTrotz der nur kurzen Bauzeit wurde eine erstaunliche Menge an unterschiedlichen Sets angeboten. Diese wurde über die unterschiedliche Länge der möglichen Layouts definiert. Angefangen mit einer "Acht", die auch 8 Fuss Streckenlänge hatte, über 10', 12',14', 15', 19', 21' bis zum Flagschiff mit 30' Schienenlänge. Der Name war an dem der Fahrzeuge angelehnt: "H0 scale DynaMite racing set". Die Beschriftung der Schachteln war Canada typisch in Englisch und Französisch gehalten, und enthielt neben den Schienen alles notwendige Zubehör wie Trafo, Drücker, Leitplanken und Brückenpfeiler. Bei den kleineren Sets waren meist die Manta/Torrero Kombinationen enthalten, ab dem 19' Set wurden vermutlich Datsun und Porsche beigepackt. Insgesamt wurden schätzungsweise nur wenige tausend Sets verkauft, wobei das 19' Set mit den beiden originalen Fahrzeugen heutzutage am seltensten anzutreffen ist. | ||
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